Rule Britannia!
Sonntag, 21. Oktober 2007 | Autor: peno
„Schwarze sind weniger intelligent als Weiße.“ James Watson1
Die biblische Schöpfungsgeschichte lässt Gott die Menschen erschaffen. Über unterschiedliche Hautfarben und daraus abzuleitende Werte steht in der Bibel nichts. Der Biochemiker James Watson weiß aber: „Weiße sind intelligenter als Schwarze.“
- Den Missionar Las Casas setzte die brutale Behandlung der nichtweißen Indios im 15./16. Jht. in heftige Erregung. James Watson versteht das nicht. Denn „Farbige sind weniger intelligent als Weiße.“
James Watson ist Nobelpreisträger. Watson hat einen hohen IQ. Watson ist ein Weißer und kennt seine ideologischen Väter:
- Cecil Rhodes, 1877: „Ich behaupte, dass wir die erste Rasse in der Welt sind und dass es umso besser für die menschliche Rasse ist, je mehr von der Welt wir bewohnen …“2
- Joseph Chamberlain, 1887: „ … da prägte sich mir … ein Gedanke ein …: der Gedanke von der Größe und Bedeutung des Geschicks, das der angelsächsischen Rasse vorbehalten ist … und das unfehlbar bestimmt ist, die herrschende Rasse in der zukünftigen Geschichte und Zivilisation der Welt zu sein …“3
- Hitler: … Weltherrschaft … minderwertige Rassen … Verfolgung … Vernichtung …
Der noble Nobelpreisträger Watson will kein Imperialist sein, auch kein Faschist. Er beruft sich auf seine edlen Forschungsergebnisse, die er in der erlauchten Harvard-Universität vorträgt: Es gebe „erhebliche Unterschiede in der Intelligenz weißer Australier und dunkelhäutiger Aborigines“.4
Der Nobelpreisträger hat seinen Rassismus schon oft verbreitet. Er ist gewiss ein ehrenwerter Mann. Watson musste jetzt dennoch eine Entschuldigungsrunde drehen. Das kann und tut er. Schließlich weiß er: Entschuldigungen sind flüchtig und werden schnell vergessen. Die Botschaften bleiben, schlagen Wurzeln und treffen unkontrolliert auf Zustimmung. Nicht nur in Britannia, auch in Germania. Nicht nur in neonazistischen Parteien, auch in bürgerlichen Kreisen.
Resümee: Nobelpreise, Medienruhm schützen nicht vor Dummheit. Dummheit löst Skandale aus, sichert hohe Qoten und damit ein erfolgreiches Marketing. Das weiß auch Eva Herman.
- SPIEGEL ONLINE [↩]
- zit. aus: Der Imperialismus, Quellen- und Arbeitshefte, Ernst Klett Verlag, Stuttgart, 1955, S. 8f [↩]
- a.a.O., S. 9 [↩]
- SPIEGEL ONLINE, 18.10.07 [↩]


Beobachtungen zu Politik und Gesellschaft - kommentiert, glossiert und zur Diskussion gestellt.




Montag, 22. Oktober 2007
Bisweilen ist Inteligenz eine Frage des Maßstabs. Den Intellekt zu besitzen, bei der Bestimmung des selben zwischen Ursache und Wirkung zu unterscheiden, ist dem Weißen Mann ganz sicher nicht vorenthalten. Es gibt aber doch immer wieder Zeitgenossen, bei denen man dies denken könnte.
Wenn dem so ist, dass sogenannte “Schwarze” weniger intelligent sind, als sogenannte “Weiße”, so kann dies nur ein Hinweis sein, auf die Schuld, die der Weiße Mann daran trägt.
Um zu einer Aufarbeitung zu kommen, möchte ich - im Sinne eines Amitai Etzioni - vorschlagen, Rassendefinitionen umgehend fallen zu lassen. Wir sollten mehr darüber sprechen, woher wir Manschen kommen und wohin wir zu gehen gedenken, statt uns über unsere Hautfarbe zu definieren. Es ist durchaus angebracht, von Ethnien oder auch kultureller Durchmischung zu sprechen. Wer jedoch wider besseren Wissens über Rassen spricht oder gar von einer alleinstehenden Leitkultur ausgeht, offenbart sich schnell als unbelehrbar und von geringem Intellekt.