German President Contest

Mittwoch, 2. Juni 2010

Hat er? oder hat er nicht?

Selbstverständlich hatte Horst Köhler Recht, wenn er endlich deutlich und offen erklärte, dass (als “politisch, menschenrechtlich etc” deklarierte) Kriege auch von deutscher Seite als Kriege zur Absicherung/Durchsetzung ökonomischer Interessen geführt werden können.

Köhler hat sich lediglich im Tempus vergriffen: Solche Kriege sind nicht nur zukünftig möglich, sie waren in der Kriegsvergangenheit seit eh und jeh gegeben. Eine Aufzählung solcher Kriege bis in die jüngste Vergangenheit und Gegenwart erübrigt sich wohl. Die Einsicht Köhlers ist also gar nicht so neu. Er ist auch wirklich nicht der Erste und Einzige, der diese bittere Kriegswahrheit verkündet hat.

Unverständlich, realitätsfern, phrasenhaft und bigott die Reaktionen insbesondere der SPD, der Grünen und auch der Linkspartei.

Schloss Bellevue

© K. Stuttmann

Aktuell:Köhler ist zurückgetreten. Er kann sich jetzt wohl kaum als wegen trivialer Weisheiten verfolgter Märtyrer handeln lassen, zumal er kurz nach dem Interview seine durchaus richtigen Bemerkungen zu “Missverständnissen” degradiert hat - just wie es die politische Raison in solchen Fällen befiehlt, das übliche Spiel.

Was ist denn nun mit unserem Verteidigungsminister, Herrn Karl-Theodor von und zu Guttenberg? War er es nicht, der vor wenigen Monaten - ähnlich wei heute Köhler - eine unglaubliche Wahrheit verkündet hat: In Afghanistan wird Krieg geführt!! Warum hat sich Guttenberg wegen dieser offenkundigen “Unwahrheit” nicht zum Rücktritt verpflichtet gesehen? Und noch schlimmer: Guttenberg verweist heute auf das “Weißbuch der Bundeswehr”. Dort stehe, dass Militär im Notfall auch vitale Wirtschaftsinteressen sichern müsse1.

Deutschland ohne Superpräsident? Ok. Lena macht’s besser.

Der Respekt vor dem Amt gebietet: Lena for President!

Deutschland ohne Verteidigungsminister? Ok. Raab macht’s besser.

Oder vielleicht doch lieber ein dumm-dreister Clown wie Dieter Bohlen?

Deutschland sollte unverzüglich den “German President Contest” ausrufen.

  1. u.a. Der Tagesspiegel vom 31.5.10 []

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Beobachtungen: Estiatorion Jevsiss

Sonntag, 30. Mai 2010

Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest uns im Jevssis sitzen gesehen, wie der Geschmack es befahl.

Ja, das Estiatorion Jevssis in Steglitz ist schon eine Einkehr wert: Chefin Soula (recht kokett) und Joana (angenehm kess) wuseln und fuseln temperamentvoll von der Theke zum Gast, vom Gast zur Küche, begeistern nicht nur optisch: Sie strahlen griechisches Flair aus. Aufmerksam, freundlich, präzise. Typisch das fröhlich lachende Händeklatschen der engagierten Chefin: Schön anzusehen/anzuhören. Es ist also nie langweilig im Jevssis.

Der Küchen- und Restaurantchef bleibt zumeist (bescheiden?) im Hintergrund, ist aber mit seiner sonoren, raumfüllenden Stimme auch im Gastraum gut präsent, lässt sich nach getaner Küchenarbeit auch gern mal bei den Gästen sehen. Das muss er, um Dank, Lob und Anerkennung für die Präsentation seiner griechischen Kochkunst einzuheimsen.

Griechische Küche gleich „Knoblauchküche“? Nein, das muss nicht so sein! Im Estiatorion Jevssis geht man gern auch auf „Anti-Knoblauch-Freaks“ ein. Sehr gut das regelmäßige Fischangebot. Desserts sind Spitze! Schon deswegen lohnen sich die Hauptgerichte (und natürlich wegen des Ouzo!) …

Schön auch die neu und einladend gestaltete, große Terrasse. Auch sie sollte so manchen Wanderer zur Einkehr einladen und sodann in Sparta erzählen lassen, wie gemütlich, gut beköstigt, in neugriechischer Atmosphäre er in Steglitz gespeiset hat.

Dank an das Estiatorion-Jevssis-Team.

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Beobachtungen: Elissa

Sonntag, 30. Mai 2010

Steglitz und Karthago: Gibt es da eine Verbindung? Aber ja!
Da war doch mal was … Richtig. Die altrömische Story Vergils über Elissa/Dido und den Superhelden Aeneas.
Das heutige Restaurant „Elissa“ in Steglitz hat eine ähnliche, charmant-attraktive Anziehungs- und Bindungskraft. Allerdings geht es hier im Steglitzer Elissa – anders als bei der sagenumwobenen Karthagerkönigin Elissa und ihrem Geliebten Aeneas – weniger um Erotik/Exotik (?) als vielmehr um das liebenswerte, anziehende „drum herum“ eines guten Speiserestaurants: Ruhige, angenehme Atmosphäre in einem modernen, gemütlichen Ambiente. Geschmackvolle Einrichtung (ev. sollten aus Diskretionsgründen zwei, drei Zweiertische eingespart werden). Dezente Hintergrundmusik.
Wer auch immer bedient: aufmerksam, sehr freundlich, diskret. Man lässt sich im „Elissa“ gern bedienen - ab und an auch von der attraktiven, modebewussten Chefin.
Die Küche orientiert sich an dem Geschmack des kleinen Töchterchens Elissa, das als Namenspatronin fotografisch auch die Speisekarte und die Gasträume fröhlich beherrscht: „Die beste Pasta ist von meinem Papa.“ Ja, das sieht man ihr an. Vater und Mutter hören es gern und bewirten entsprechend, und zwar nicht nur mit „Papas Pasta“, sondern auch mit ausgezeichneten anderen Gerichten (Suppe! Dessert!!) und natürlich auch mit guten Weinen. Zum Wohle, zur Zufriedenheit, zur Freude der Gäste.
Kurzum: Ein heller Stern in der Steglitzer Gastronomie.
Der alte Aeneas wäre - nach seinen aufregenden Erlebnissen mit der Karthagerkönigin Elissa/Dido auf seiner Fahrt nach Italien auch hier im Steglitzer Elissa bestimmt gern abgestiegen.

Herzlichen Dank an das ganze Elissa-Team

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DIE LINKE: Ulla Jelpke

Sonntag, 23. Mai 2010

Die “Dämonisierung der DDR und insbesondere des MFS” (Ministerium für Staatssicherheit, Stasi) findet die Altaktivistin Ulla Jelpke bekagenswert.

Was mag die innenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag damit meinen? Leidet sie unter Denk- und/oder Sprachstörungen?

Ulla Jelpke weiter:

“Viele von Euch (gemeint sind die alten Kameraden des DDR-Auslandsgeheimdienstes) wurden für ihren mutigen Einsatz für den Frieden nach dem Ende der DDR mit Gefängnis bestraft.” Das sei “himmelschreiendes Unrecht”, meint sie.

Mit ähnlichen Formulierungen und Gedanken - sinnentsprechend umformuliert - rechtfertigen noch heute so manche Vertreter der rechten Szene, nicht selten auch Bürgerliche zumindest Einzelerscheinungen des NS-Staats oder anderer Diktaturen!

DIE LINKE hat viele Probleme. Von einigen völlig überflüssigen, ja sogar politisch schädlichen Problemen, z.B. Ulla Jelpkes Verhältnis zu den alten Kameradschaften der damaligen DDR-Geheimdienste, sollte sich DIE LINKE trennen können.

Für die neofaschistische Szene sind Jelpkes Äußerungen natürlich ein leicht gefundenes Fressen. Vor den im Forum der “Jungen Freiheit” geäußerten, unverschämten und kriminellen Meinungen und Drohungen sollte Frau Jelpke in eigenem Interesse geschützt werden. Vielleicht auch durch Unterlassen so dummer Äußerungen zu früheren Staatsorganen der DDR.

Mit Ulla Jelpke ist kein Staat zu machen. Schon gar nicht für DIE LINKE!

Wie weit mag DIE LINKE auf Bundes- und/oder Landesebene heute noch immer durchsetzt und beeinflusst sein durch alte Seilschaften der ein für allemal untergegangenen DDR und deren Sympathisanten?

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DIE LINKE: Klaus Ernst

Sonntag, 23. Mai 2010

120px-klaus_ernst_050825_08Gewiss: Klaus Ernst ist ein umtriebiger und fleißiger Mann. Zahlreiche Mandate im Parlament, in der Partei, in den Gewerkschaften, in diversen Aufsichtsräten prägen seine Biografie. Gegen Vorwürfe wegen Ämterhäufung und dadurch entstehende Überforderung hat er sich erfolgreich zur Wehr gesetzt.

Klaus Ernst ist auch sehr großzügig - wenn es um die Nutzung des bequemen und komfortablen Erste-Klasse-Service bei den Flugreisen für seine “dienstlichen”, natürlich im Auftrag und zum Wohle des Volkes abverlangten Verpflichtungen geht.

Klaus Ernst kann aber auch sehr sparsam sein, jedenfalls wenn es um die Bezahlung der Reisekosten aus eigener Tasche geht. Er läßt lieber den Bundestag bezahlen. Alles für das Volk, alles durch das Volk und alles zu Lasten des Volkes.

Warum müssen sich auch die verdammt hoch bezahlten Politfunktionäre der Linken solche Blößen geben? Für die Gegner der Linken ein gefundenes Fressen. Erstreaktionen? Alles ganz legal! Richtig. Aber doch wohl nur nach den Regeln der politischen Gegner.

Ach ja: „Linke müssen nicht arm sein“! So verteidigte vor einiger Zeit Lothar Bisky seinen mitstreitenden Lebemann Oskar Lafontaine. Und Klaus Ernst ist schließlich ein getreuer Gefolgsmann von Lafontaine.

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Griechische Dekadenz

Donnerstag, 6. Mai 2010

Guido Westerwelle:

Wer dem griechischen Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätgriechischer Dekadenz ein.

Die Griechen führen Europa in den Abgrund!

Die Griechen nehmen uns unsere Ferieninseln!

Der Beliebtheitswert des deutschen Außenminister sinkt in Griechenland rapide.

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© K. Stuttmann

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