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	<title>Kommentare zu: Moloch &#8220;Staat&#8221;</title>
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	<description>Politik u. Gesellschaft: Fakten - Meinungen</description>
	<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 03:49:07 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Andi</title>
		<link>http://politinfos.org/moloch-staat/comment-page-1/#comment-3622</link>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2009 20:44:00 +0000</pubDate>
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		<description>"Ich w&#252;nschte, dass man einen Preis stiftet. Nicht f&#252;nfhundert Franc, sondern eine Million mit Siegerkranz und Verdienstkreuz am Band f&#252;r den, der eine gute, einfache und einsichtige Definition des Wortes gibt: 'Der Staat'

Welch gewaltigen Dienst leistet er doch der Gesellschaft, der Staat. Aber was ist das? Wo ist er? Was tut er? Was sollte er tun? Wir wissen dar&#252;ber nur, dass er eine geheimnisvolle Pers&#246;nlichkeit ist - und sicherlich die am meisten beanspruchte, gequ&#228;lte, besch&#228;ftigte, beratene, angeklagte, angerufene und herausgeforderte auf der ganzen Welt. Denn mein Herr, ich habe nicht die Ehre, sie zu kennen, aber ich wette Zehn gegen Eins, dass sie seit sechs Monaten Utopien machen. Und wenn sie welche machen, wette ich Zehn gegen Eins, dass Sie den Staat beauftragen, sie zu verwirklichen. Und Sie, meine Dame, ich bin sicher, dass Sie sich von Grund ihres Herzens danach sehnen, alle Leiden der ungl&#252;cklichen Menschheit zu heilen und dass Sie nichts dagegen h&#228;tten, wenn sich der Staat dessen annehme. Aber ach, der ungl&#252;ckliche wei&#223;, wie Figaro, nicht, wen h&#246;rend und wohin sich wenden. Die zehntausend M&#252;nder der Presse und der Rednertrib&#252;ne schreien auf ihn ein: Organisieren sie die Arbeiter und die Arbeit, rotten sie den Egoismus aus, beschr&#228;nken sie die Unversch&#228;mtheit und Tyrannei des Kapitals, machen sie Experimente &#252;ber D&#252;nger und Eier, &#252;berziehen sie das Land mit Eisenbahnlinien, bew&#228;ssern sie die Ebenen, forsten sie die Berge auf, gr&#252;nden sie Musterfarmen, er&#246;ffnen sie Genossenschaftswerkst&#228;tten, kolonisieren sie Algerien, ern&#228;hren sie die Kinder, bilden sie die Jugend aus, unterst&#252;tzen sie die Alten, beschicken sie Einwohner der St&#228;dte auf's Land, gleichen sie die Gewinne aller Industrien an, leihen sie zinslos Geld, jedem, der es w&#252;nscht, befreien sie Italien, Polen, Ungarn, z&#252;chten und vervollkommnen sie Reitpferde, f&#246;rdern sie die Kunst, bilden sie Musiker und T&#228;nzerinnen aus, verbieten sie den Handel und schaffen sie zugleich eine Handelsmarine, enth&#252;llen sie die Wahrheit und lassen sie unsere K&#246;pfe ein Korn Vernunft fallen. Der Staat hat die Aufgabe die Seele des Volkes aufzukl&#228;ren, zu entwickeln, zu erheben, zu st&#228;rken, zu vergeistigen und zu heiligen."

Prim&#228;rquelle: 'Der Staat' (1848) von Claude Frédéric Bastiat (1801-1850)
Sekund&#228;rquelle: http://www.ordnungspolitik.ch</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich w&uuml;nschte, dass man einen Preis stiftet. Nicht f&uuml;nfhundert Franc, sondern eine Million mit Siegerkranz und Verdienstkreuz am Band f&uuml;r den, der eine gute, einfache und einsichtige Definition des Wortes gibt: &#8216;Der Staat&#8217;</p>
<p>Welch gewaltigen Dienst leistet er doch der Gesellschaft, der Staat. Aber was ist das? Wo ist er? Was tut er? Was sollte er tun? Wir wissen dar&uuml;ber nur, dass er eine geheimnisvolle Pers&ouml;nlichkeit ist - und sicherlich die am meisten beanspruchte, gequ&auml;lte, besch&auml;ftigte, beratene, angeklagte, angerufene und herausgeforderte auf der ganzen Welt. Denn mein Herr, ich habe nicht die Ehre, sie zu kennen, aber ich wette Zehn gegen Eins, dass sie seit sechs Monaten Utopien machen. Und wenn sie welche machen, wette ich Zehn gegen Eins, dass Sie den Staat beauftragen, sie zu verwirklichen. Und Sie, meine Dame, ich bin sicher, dass Sie sich von Grund ihres Herzens danach sehnen, alle Leiden der ungl&uuml;cklichen Menschheit zu heilen und dass Sie nichts dagegen h&auml;tten, wenn sich der Staat dessen annehme. Aber ach, der ungl&uuml;ckliche wei&szlig;, wie Figaro, nicht, wen h&ouml;rend und wohin sich wenden. Die zehntausend M&uuml;nder der Presse und der Rednertrib&uuml;ne schreien auf ihn ein: Organisieren sie die Arbeiter und die Arbeit, rotten sie den Egoismus aus, beschr&auml;nken sie die Unversch&auml;mtheit und Tyrannei des Kapitals, machen sie Experimente &uuml;ber D&uuml;nger und Eier, &uuml;berziehen sie das Land mit Eisenbahnlinien, bew&auml;ssern sie die Ebenen, forsten sie die Berge auf, gr&uuml;nden sie Musterfarmen, er&ouml;ffnen sie Genossenschaftswerkst&auml;tten, kolonisieren sie Algerien, ern&auml;hren sie die Kinder, bilden sie die Jugend aus, unterst&uuml;tzen sie die Alten, beschicken sie Einwohner der St&auml;dte auf&#8217;s Land, gleichen sie die Gewinne aller Industrien an, leihen sie zinslos Geld, jedem, der es w&uuml;nscht, befreien sie Italien, Polen, Ungarn, z&uuml;chten und vervollkommnen sie Reitpferde, f&ouml;rdern sie die Kunst, bilden sie Musiker und T&auml;nzerinnen aus, verbieten sie den Handel und schaffen sie zugleich eine Handelsmarine, enth&uuml;llen sie die Wahrheit und lassen sie unsere K&ouml;pfe ein Korn Vernunft fallen. Der Staat hat die Aufgabe die Seele des Volkes aufzukl&auml;ren, zu entwickeln, zu erheben, zu st&auml;rken, zu vergeistigen und zu heiligen.&#8221;</p>
<p>Prim&auml;rquelle: &#8216;Der Staat&#8217; (1848) von Claude Frédéric Bastiat (1801-1850)<br />
Sekund&auml;rquelle: <a href="http://www.ordnungspolitik.ch" rel="nofollow">http://www.ordnungspolitik.ch</a></p>
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