Hautfarben-Rassismus
Montag, 22. Oktober 2007 | Autor: peno
Nobelpreisträger James Watson: „Schwarze sind weniger intelligent als Weiße.“
Jugendliche haben in Berlin wieder Menschen angegriffen1: „Lasst uns den Nigger fertigmachen.“ Ähnliche Nachrichten kommen regelmäßig über den Ticker.
Jugendliche Gewalttäter kennen James Watson und seine „Forschungsergebnisse“ sicherlich nicht. Auch nicht die intellektuell unterlegten Rassismus-Äußerungen vieler anderer bürgerlicher Würdenträger.
Warum aber gibt es in Deutschland so viele Nichtweiße unter den Rassismus-Opfern? Die Täter sind – wie jetzt in Berlin – sehr oft Jugendliche. Rechnen sie damit, dass ihre Taten zunächst verharmlost oder gar übersehen werden? Wie jetzt in Berlin? Wie kürzlich in Mügeln? Wissen sie, dass farbige Menschen auch in intellektuellen Kreisen als „minderwertig“ angesehen werden? Die Gründe für den „Hautfarben-Rassismus“ können jedenfalls nicht nur – wie üblich – im sozialen Milieu jugendlicher Täter gesehen werden.
„Schwarze sind weniger intelligent als Weiße.“ Die Wirkung dieses Denkens ist nicht kontrollierbar. Die Verantwortung für rassistische Gewalttaten kann nicht nur auf jugendliche Täter und deren mangelhafte Sozialisation begrenzt werden.
Die Täter können sich auch auf eine intellektuell verbogene, bis in die heutige Zeit reichende bürgerliche Tradition berufen. James Watson ist ein markantes Beispiel.
- Der Tagesspiegel vom 22.10.07 [↩]


Beobachtungen zu Politik und Gesellschaft - kommentiert, glossiert und zur Diskussion gestellt.




Donnerstag, 1. November 2007
Die Täter von Mügeln nach wie vor als Opfer eines rassistischen Angriffs zu bezeichnen ist reine Propaganda.
peno (2.11.07, 16.30): s.o. zu Ihrem Kommentar in “Mügeln: Grobe Taten – Feine Worte“. Weitere Hinweise erübrigen sich. Ich bitte Sie, zukünftig von Kommentaren absehen zu wollen.