Ceterum censeo … (2)

Donnerstag, 1. November 2007 |  Autor: peno

„Welche Rolle haben … die Wissenschaftseinrichtungen in Berlin gespielt? Wie weit waren sie in den Nationalsozialismus verstrickt? Haben sie diese Verstrickung aufgearbeitet?“

Diese Fragen sollten endlich auch für den Schulbereich geklärt werden.

  • Das Berliner Philharmonische Orchester hat jetzt seine braune Vergangenheit als „Reichsorchester“ untersuchen lassen.
  • Biografien und Filmdokumentationen zeigen, dass die Scheu vor dem Blick in die NS-Verstrickung auch der eigenen Familien weitgehend überwunden ist.
  • Bundesligavereine haben ihre braune Vergangenheit untersuchen und darstellen lassen.
  • Großkonzerne haben der NS-Forschung ihre Archive zugänglich gemacht.
  • Die Industriellenfamilie Quandt (BMW …) lässt jetzt ihre NS-Geschichte erarbeiten: „Wir erkennen, dass die Jahre 1933 bis 1945 in unserer Geschichte … noch nicht ausreichend aufgearbeitet sind. Wir sind uns einig, dass wir mit diesem Teil unserer Geschichte offen und verantwortungsvoll umgehen wollen.“1

Eine entsprechende Studie zu den Gymnasien/Oberschulen in Berlin fehlt noch immer. Es wäre zu prüfen, inwieweit für Berliner Gymnasien/Oberschulen verallgemeinert werden kann, was ein Schulleiter damals verkündet hat:

gymsteg1.jpg„Das Steglitzer Gymnasium ist nur ein kleiner Teil in dem großen Organismus völkischer Schaffenskraft …, aber es hat sich von niemand übertreffen lassen in seinem starken Willen zu vaterländischem Tun … Darum wird es sich auch in der neuen Zeit bewähren, weil es sich bewähren will.“2

Es sollte dabei beachtet werden, wie die heutigen Gymnasien ihre NS-Geschichte in ihren Homepages darstellen und wie dieser Teil der Schulgeschichte für den Unterricht nutzbar gemacht werden kann.

  1. Der Tagesspiegel vom 6.10.07 []
  2. Schulleiter Sommer; Gymnasium Steglitz []
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Thema: Schule und Bildung

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