Sarrazin-Bigotterie

Montag, 30. August 2010 | Autor: peno

Bruno Preisendörfer:

„Wenn er [Sarrazin] sich ein bisschen tischfeiner ausgedrückt hätte, hätte ich [Helmut Schmidt] ihm in weiten Teilen zustimmen können.“

Diese teetassenhafte Besorgnis um Sarrazins Tischfeinheit zeigt, dass der Mann schmutzige Gedanken in den Mund nimmt, die viele Leute mit sauberen Händen im Kopf haben [...]

Vielleicht auch, weil [...] Sarrazin [...] vielen Menschen der akademischen Mitte mehr aus der Seele spricht, als ihr Mund zugeben würde.

Es geht also nicht nur um Thilo Sarrazin! Das Thema bleibt heiß.

Thema: Zitate | Ein Kommentar

Oskar und der Neid

Samstag, 28. August 2010 | Autor: peno

Aus einem Interview mit Oskar Lafontaine:

“… Die Versuchung ist groß, Neid gegen sie (gemeint sind Politiker linker Parteien in Spitzenfunktionen) zu schüren, wenn sie ein höheres Einkommen haben als ein Hartz-IV-Empfänger …”

Merkwürdige Größenordnungen! Erinnert stark an Klaus Ernst.

Thema: DIE LINKE., Zitate | Beitrag kommentieren

Das Elfte Gebot des glücklichen Dalai Lama

Mittwoch, 7. Juli 2010 | Autor: peno

An seinem 75. Geburtstag beglückt der stets lieblich dreinschauende Dalai Lama die Welt  mit der Frohbotschaft seines Elften Gebots:xdalai-lama2

“… Sex macht den Menschen gemein mit allen anderen Tieren …

Ich bin ein Mensch, der für gewisse moralische Prinzipien steht.

Der Zölibat ist etwas, was mich vom gewöhnlichen Tier unterscheidet …”

Ob das die katholischen Bischöfe auch so sehen? Insbesondere der Ex-Bischof Walter Mixa??

Thema: Zitate | Beitrag kommentieren

Thilo Sarrazin

Mittwoch, 23. Juni 2010 | Autor: peno

Der schnauzbärtige Kauz Thilo Sarrazin (noch immer SPD-Mitglied!) hat sich für die mediale Öffentlichkeit mal wieder in Szene gesetzt. Thilo Sarrazin ist um die intellektuelle Zukunft der Deutschen besorgt:

Die Deutschen “werden auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer”, und zwar wegen der Zuwanderung “aus der Türkei, dem Nahen und Mittleren Osten und Afrika”. Denn diese Migranten bekämen mehr Kinder als Deutsche. “Eine unterschiedliche Vermehrung von Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Intelligenz” werde das deutsche Bildungsniveau verschlechtern.

Diese neuen Äußerungen passen genau in die lange Liste von diskriminierenden, politisch beleidigenden Äußerungen, die sich Sarrazin als Berliner Wirtschaftssenator geleistet hat. Aber Sarrazin wusste ja, dass es noch immer einige gibt, die gleicher als gleich sind - und dass er zu diesen Privilegierten zählt.

Für einen Berliner Wirtschaftssenator oder Bundesbanker werden Verbalinjurien allenfalls als Peanuts gewertet. Sie können offensichtlich sogar für den Aufstieg zum Bundesbankvorstand förderlich sein.

Ein “normal” Beschäftigter wird für Unflätigkeiten á la Sarrazin abgemahnt und/oder rausgeworfen. Er wird arbeitslos, in der Regel Hartz IV’ler. Schließlich gehört er ja nicht zu den Privilegierten.

PS: Erfüllt Sarrazin mit seinen Äußerungen den Straftatbestand “Volksverhetzung” gemäß § 130 STGB? Nein, die Äußerungen Sarrazins sind ja nicht antisemitisch. Sondern nur asozial, fremdenfeindlich, je nach Verständnis auch rassistisch.

Jedenfalls tut das Sarrazin-Palaver seinen Positions-, Gehalts- und  Pensionsanspüchen keinerlei Abbruch. Für etliche Sprachrohre der politischen und kulturellen Eliten gilt Sarrazin sogar als mutiger, strammer, für den gesellschaftlichen Diskurs notwendiger “Denker”. Für die nächsten acht Jahre!

Thema: Aus der Parteienlandschaft, Rechtsextremismus, Zitate | Beitrag kommentieren

Wachstumsfetischismus - Alternativen

Sonntag, 6. Juni 2010 | Autor: peno

Harald Schumann erinnert in seinem Essay “Die Grenzüberschreitung”1 an sozioökonomische Alternativen, die bereits vor 40/50 Jahren erarbeitet und diskutiert worden sind. Schumann resümiert:

“… Wer immer über Alternativen nachdenkt (…), kommt daher zum gleichen Schluss: Die Verkürzung der Arbeitszeiten wäre zwingend notwendig, um eine tiefe Spaltung der Gesellschft zu verhindern. Damit direkt verbunden (…) wäre eine massive Umverteilung der Einkommen …”

Den heute wie damals (u.a. vom “Club of Rome“, Die Grenzen des Wachstums) veröffentlichen Warnungen vor dem Wirtschaft und Gesellschaft zerstörenden “Wachstumsfetischismus” wagt allerdings noch heute z.B. Angela Merkel gebetsmühlenartig entgegenzusetzen:

“Ohne Wachstum keine Investitionen, ohne Wachstum keine Arbeitsplätze, ohne Wachstum keine Gelder für die Bildung, ohne Wachstum keine Hilfe für die Schwachen.”2

Das erinnert stark an die AKW-Strategen aus den 70er Jahren: Ohne Atomkraftwerke keinen Strom, nur noch Dunkelheit und Kerzen!

Unglaublich, der Wachstumsfetischismus ist - trotz aller zerstörerischen Kräfte - nicht klein zu kriegen.

  1. Harald Schumann, “Die Grenzüberschreitung”, in Der Tagesspiegel vom 5.6.10 []
  2. a.a.O. []

Thema: Zitate | Beitrag kommentieren

Griechische Dekadenz

Donnerstag, 6. Mai 2010 | Autor: peno

Guido Westerwelle:

Wer dem griechischen Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätgriechischer Dekadenz ein.

Die Griechen führen Europa in den Abgrund!

Die Griechen nehmen uns unsere Ferieninseln!

Der Beliebtheitswert des deutschen Außenminister sinkt in Griechenland rapide.

kari_20100505_speck2

© K. Stuttmann

Thema: Schlaglichter, Zitate | Beitrag kommentieren

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: