Beobachtungen: Estiatorion Jevsiss

Sonntag, 30. Mai 2010 | Autor: peno

Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest uns im Jevssis sitzen gesehen, wie der Geschmack es befahl.

Ja, das Estiatorion Jevssis in Steglitz ist schon eine Einkehr wert: Chefin Soula (recht kokett) und Joana (angenehm kess) wuseln und fuseln temperamentvoll von der Theke zum Gast, vom Gast zur Küche, begeistern nicht nur optisch: Sie strahlen griechisches Flair aus. Aufmerksam, freundlich, präzise. Typisch das fröhlich lachende Händeklatschen der engagierten Chefin: Schön anzusehen/anzuhören. Es ist also nie langweilig im Jevssis.

Der Küchen- und Restaurantchef bleibt zumeist (bescheiden?) im Hintergrund, ist aber mit seiner sonoren, raumfüllenden Stimme auch im Gastraum gut präsent, lässt sich nach getaner Küchenarbeit auch gern mal bei den Gästen sehen. Das muss er, um Dank, Lob und Anerkennung für die Präsentation seiner griechischen Kochkunst einzuheimsen.

Griechische Küche gleich „Knoblauchküche“? Nein, das muss nicht so sein! Im Estiatorion Jevssis geht man gern auch auf „Anti-Knoblauch-Freaks“ ein. Sehr gut das regelmäßige Fischangebot. Desserts sind Spitze! Schon deswegen lohnen sich die Hauptgerichte (und natürlich wegen des Ouzo!) …

Schön auch die neu und einladend gestaltete, große Terrasse. Auch sie sollte so manchen Wanderer zur Einkehr einladen und sodann in Sparta erzählen lassen, wie gemütlich, gut beköstigt, in neugriechischer Atmosphäre er in Steglitz gespeiset hat.

Dank an das Estiatorion-Jevssis-Team.

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Beobachtungen: Elissa

Sonntag, 30. Mai 2010 | Autor: peno

Steglitz und Karthago: Gibt es da eine Verbindung? Aber ja!
Da war doch mal was … Richtig. Die altrömische Story Vergils über Elissa/Dido und den Superhelden Aeneas.
Das heutige Restaurant „Elissa“ in Steglitz hat eine ähnliche, charmant-attraktive Anziehungs- und Bindungskraft. Allerdings geht es hier im Steglitzer Elissa – anders als bei der sagenumwobenen Karthagerkönigin Elissa und ihrem Geliebten Aeneas – weniger um Erotik/Exotik (?) als vielmehr um das liebenswerte, anziehende „drum herum“ eines guten Speiserestaurants: Ruhige, angenehme Atmosphäre in einem modernen, gemütlichen Ambiente. Geschmackvolle Einrichtung (ev. sollten aus Diskretionsgründen zwei, drei Zweiertische eingespart werden). Dezente Hintergrundmusik.
Wer auch immer bedient: aufmerksam, sehr freundlich, diskret. Man lässt sich im „Elissa“ gern bedienen - ab und an auch von der attraktiven, modebewussten Chefin.
Die Küche orientiert sich an dem Geschmack des kleinen Töchterchens Elissa, das als Namenspatronin fotografisch auch die Speisekarte und die Gasträume fröhlich beherrscht: „Die beste Pasta ist von meinem Papa.“ Ja, das sieht man ihr an. Vater und Mutter hören es gern und bewirten entsprechend, und zwar nicht nur mit „Papas Pasta“, sondern auch mit ausgezeichneten anderen Gerichten (Suppe! Dessert!!) und natürlich auch mit guten Weinen. Zum Wohle, zur Zufriedenheit, zur Freude der Gäste.
Kurzum: Ein heller Stern in der Steglitzer Gastronomie.
Der alte Aeneas wäre - nach seinen aufregenden Erlebnissen mit der Karthagerkönigin Elissa/Dido auf seiner Fahrt nach Italien auch hier im Steglitzer Elissa bestimmt gern abgestiegen.

Herzlichen Dank an das ganze Elissa-Team

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